• S. Marzian

Die Montags-Bubble



"Ich hasse Montage." Garfield

Dieser Satz hat mich seit meiner Kindheit geprägt. Der Kater mit den meisten Spleens aller Zeiten machte es vor. Zur Erklärung: Mein Vater kaufte mir regelmäßig Garfield-Comics.

Wieso man allerdings Montage so sehr hassen sollte, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht bewusst. Nach einem freien Wochenende wieder zur Schule gehen zu müssen, war für mich kein Grund, einen ganzen Tag zu hassen. Ich bin gerne zur Schule gegangen. Eher das frühe Aufstehen war für mich ein Stöhn-Grund.

Und das galt für jeden Tag.

Seit Corona stehe ich tatsächlich jeden Tag mit einem Lächeln auf, weil ich ausschlafen kann. Das heißt für mich etwa halb sieben. Für manche ich es früh, manche finden es vielleicht schon spät, aber mir reicht es vollkommen.


Wenn ich manche Leute reden höre, könnte man meinen, sie befinden sich montags in ihrem ganz eigenen Vakuum. Ihrer Montags-Bubble.

Hat man stress, wird sie enger und enger, bis man kaum noch Luft bekommt. Im schlimmsten Fall platzt sie! Dann sollte man besser Leuten im Allgemeinen aus dem Weg gehen. Wichtig für die eigene Sicherheit - und die der Leute.

Lässt man locker und den Dingen ihren Lauf, wird die Bubble weiter und man schwebt beglückt dahin. Aufgaben erledigt man im Nu, man reicht dem Nachbarn das Stromkabel für die Heckenschere mit einem geflöteten Na, aber treiben sie´s nicht zu wild! und saugt sogar unterm Teppich. (Wir haben tatsächlich keinen. Aber so stelle ich es mir vor.)

Die Corona-Krise ist seit Mitte März neu. Die Montags-Krise gab es schon immer, gehört aber in dieselbe Kategorie wie Freitag der dreizehnte und schwarze Katze von links. Meine Meinung. Es ist wie ein Aberglaube, der sich in die Gemüter der Menschen gefressen hat.

Für die meisten Menschen ist der Montag ein regelrechter Hass-Tag.

Dabei kann er doch nichts dafür, dass er nun mal der erste Wochentag ist.

Der Montag soll nicht länger das ungeliebte Kind der Woche sein.

Ich protestiere gegen diese Ungerechtigkeit.

Hiermit rufe ich die #MontagsBubble ins Leben.

Es sind die negativen Grundschwingungen, die den Montag grundsätzlich als schlechten Tag dastehen lassen. Also gehen wir doch mit positiven Tweets dagegen an! Posten wir montags aufmunternde Nachrichten an unsere lieben Mitmenschen oder an den Montag selbst mit #MontagsBubble.

Und schon bald wird jeder sagen:

Montag ist ein schöner Tag.

(Die Hoffnung stirbt zuletzt.)


Ich hätte Euch noch so viel zu erzählen,

aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Bleibt gesund und

habt einen schönen Start in die Woche,

Eure Stephy

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Warum ich das mit dem Schreiben mache? Weil diese Wörter aus mir raus purzeln und es doch irgendjemanden geben muss, der sie auffängt, bevor sie auf den harten Boden der Realität knallen.

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Möchte zum Schluss noch kurz auf die Kommentarfunktion hinweisen, die gerne benutzt werden kann, meinerseits aber noch nicht optmiert wurde, sodass zur Zeit noch eine Anmeldung von Nöten wäre. Ist eben noch alles Neuland hier. Mein Künstlerherz würde es aber freuen. Außerdem kann, wer sich gemüßigt fühlt, meinen Künstler-Topf mit einem kleinen Obolus füllen. Gutscheine verkaufe ich allerdings nicht. Er wird regelmäßig geleert. Gerne schreibe ich Euch, zu welchem kreativen Zweck sein Inhalt genutzt wurde.

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