• S. Marzian

Liebenswerter Knall


Kennt Ihr den Knall? Nein, ich meine nicht den Knall, der mich (friedlich auf der Terrasse lesend) zusammenzucken lässt, wenn der Nachbar seine Mülltonne schwungvoll zuschlägt. Ich meine den Knall, den ihn dazu veranlasst, den Deckel zuzuhauen als gäbe es kein Morgen.

Es scheint, als gehöre ein Knall zu unser aller Leben dazu. Das ist so und keiner kann behaupten, dass es anders wäre. Was mich zu dieser Aussage veranlasst? Jeden Abend die Physiker mit dem liebenswerten Big Bang zu gucken ist eine lieb gewonnene Tradition in unserem Haus. So viele Schrullen auf einem Haufen kann es doch gar nicht geben. Meint man. Aber wenn man mal genauer darüber nachdenkt, entdeckt man bei sich und seinen Lieben doch so einige nette Marotten. Der Sohn kommt morgens mit einem Socken die Treppe runter, der Lieblingsmann räumt die Spülmaschine nach immer ein und dem selben Fahrplan ein und ich? Ihr kennt schon einige meiner Schrullen (dieses Wort hätte ich gern erfunden. Herzallerliebst.). Die Liebe zu Tee und meinem Teepott, Doodles - und was Ihr bisher noch nicht wusstet: als Lesezeichen in meinen aktuellen Lektüren nutze ich Weihnachtsmann-Glanzbilder. Bitte stellt keine Fragen.

Ich stelle also fest: Einen liebenswerten Knall hat doch jeder. ODER BIN ICH HIER DIE EINZIGE??!

Einen ganz treffenden Satz sagte Sheldon („The big bang Thorie”) neulich:

„Was wäre die Welt ohne ihre Spleens.”

Das Wort Spleen wurde übrigens aus dem Englischen entlehnt. Allerdings etwas um die Ecke gedacht entlehnt, denn Spleen ist schlicht und ergreifend das englische Wort für die Milz.

Meint man im deutschen aber eine Schrulle oder Marotte, so bezieht sich der Begriff Spleen auf durch Erkrankung der Milz hervorgerufene Gemütsverstimmung - so der Duden. So ist das.


Da kommt mir noch ein anderes Beispiel in den Sinn: the Brain wird oft als Zusatz an einen Namen gehängt, um demjenigen besonders viel Wissen zuzuschreiben. Würden wir dieses Organ als Bezeichnung für eine Geistesgestörtheit nutzen, wäre mein ganz klarer Favorit: Trump the Brain!

Ich hätte Euch noch so viel zu erzählen,

aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Bleibt gesund und habt noch eine schöne Woche!

Eure Stephy

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Warum ich das mit dem Schreiben mache? Weil diese Wörter aus mir raus purzeln und es doch irgendjemanden geben muss, der sie auffängt, bevor sie auf den harten Boden der Realität knallen.

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Möchte zum Schluss noch kurz auf die Kommentarfunktion hinweisen, die gerne benutzt werden kann, meinerseits aber noch nicht optmiert wurde, sodass zur Zeit noch eine Anmeldung von Nöten wäre. Ist eben noch alles Neuland hier. Mein Künstlerherz würde es aber freuen. Außerdem kann, wer sich gemüßigt fühlt, meinen Künstler-Topf mit einem kleinen Obolus füllen. Gutscheine verkaufe ich allerdings nicht. Er wird regelmäßig geleert. Gerne schreibe ich Euch, zu welchem kreativen Zweck sein Inhalt genutzt wurde.

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