• S. Marzian

Nähkästchen und Einweckduft

Ich liebe Nähkästchen. Nicht die zum Nähen (Mir liegt dabei nur das Faden einfädeln.). Ich meine die zum Darausplaudern. Mit meinen zweiundvierzig Jahren gibt es tatsächlich einiges, was sich darin findet. Allein die Tatsache, dass es Dinge gibt, die wir Kassettenkinder nur wissen. Wie man ein Tonband, das sich im Rekorder verhäddert hat mit einem Buntstift wieder aufdreht. Nur ein Beispiel. Von der nostalgischen Erinnerung an Disketten halte ich nichts. Die kann raus. Passte eh nur ein Windhauch drauf. Allerdings - und ich überlege nur laut! - ist die Tatsache, dass ich selbige schon benutzt habe eindeutig ein Zeichen dafür, dass ich alt werde? Jemand, der eine Floppy Disk eigenhändig in seinen Rechner geschoben hat, ist noch viel älter. Das beruhigt mich.


Machen wir den Spagat vom Nähkästchen zu Geburtstagen. Der gar nicht so groß ist. Sind Familientreffen doch ein Nähkästchen-Hotspot.

Ich mag Geburtstage. Egal, ob den eigenen oder den von jemand anderem. Man fühlt sich nicht anders als sonst, aber alle um einen herum behandeln dich anders als sonst. Ja, man glaubt es kaum, Menschen können auch nett sein. Wenn sie allerdings nicht wissen, dass Du Geburtstag hast, tust Du gut daran, ihnen das unter die Nase zu reiben. Ist besser so. Für Dich.

Geburtstag ist bei uns schon immer gleichzusetzen mit Pfannkuchentorte. Danke Herr Nordqvist. Illustrieren Sie eigentlich noch? Da muss ich doch mal eben… ui, er feierte in diesem Jahr seinen 74. Geburtstag. Hut ab! Und es gibt wieder ein neues Buch von Petterson und Findus!

Bitteschön.

Worauf wollte ich eigentlich hinaus? Ach ja! Wer keine Pfannkuchentorte kennt (Asche über Dein Haupt!), dem verlinke ich hier gerne das Rezept und gebe noch den heißen Tipp: Frische Erdbeeren zwischen die Pfannkuchen und oben drauf natürlich noch eine dicke Schicht streuen. Ein Traum.


Der Lieblingsmann hat einen Strauß Blumen im Garten gepflückt. Buschige Rosenblüten leuchten heute goldgelb in der Sonne. Der Duft von Flieder und Holunder huscht mir in die Nase. Was für ein schöner Geruch. Wenn es einen Geruch gibt, den ich in ein Paninialbum kleben wollen würde, um ihn mir später noch einmal anzuriechen, dann wäre es dieser. Dicht gefolgt vom Heckenrosenduft. Augen schließen, daran riechen und schon stehe ich als Zehnjährige mit nackten Füßen auf dem holprigen roten Pflaster des Inseldorfs auf Wangerooge.

Ich werde die Düfte einwecken.

Das macht Sinn.

Ich hätte Euch noch so viel zu erzählen,

aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Habt noch einen schönen Montag, bleibt gesund!

Eure Stephy

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Warum ich das mit dem Schreiben mache? Weil diese Wörter aus mir raus purzeln und es doch irgendjemanden geben muss, der sie auffängt, bevor sie auf den harten Boden der Realität knallen.

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Möchte zum Schluss noch kurz auf die Kommentarfunktion hinweisen, die gerne benutzt werden kann, meinerseits aber noch nicht optmiert wurde, sodass zur Zeit noch eine Anmeldung von Nöten wäre. Ist eben noch alles Neuland hier. Mein Künstlerherz würde es aber freuen. Außerdem kann, wer sich gemüßigt fühlt, meinen Künstler-Topf mit einem kleinen Obolus füllen. Gutscheine verkaufe ich allerdings nicht. Er wird regelmäßig geleert. Gerne schreibe ich Euch, zu welchem kreativen Zweck sein Inhalt genutzt wurde.


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