• S. Marzian

Tag mit Happy End


Es gibt zwei Dinge, die ich nicht leiden kann. Erstens: Geräte, deren Installation nicht auf Anhieb klappt. Zweitens: Wenn ich meinen Haus eigenen Programmierer (den Lieblingsmann) um Hilfe bitten muss.


Der Nachmittag nimmt nach meinem eher stressigen Einkauf - wie ein kopfloses Huhn bin ich durch die Reihen gelaufen, um meine Einkäufe zusammen zu sammeln, weil der Supermarkt scheinbar schon wieder sein Sortiment sinnvoller in die Regale sortiert hat - doch noch eine erfreuliche Wendung.

Als ich nach Hause komme steht ein großes Paket neben meinem Schreibtisch und der Mann grummelt: Da kannst du aber froh sein, dass ich da war! Ich gebe ihm vor tatsächlicher Freude einen Schmatz, bedanke mich für seine Selbstlosigkeit und packe meinen neuen Scanner aus. Öffnet man die Lasche des Kartons huscht einem direkt eine Mischung aus Schaumstoff-Plastikverpackung-Technik-mit-Kunststoff-umhüllt in die die Nase. Eigentlich nicht mein Geschmack. In diesem Fall war der Geruch beim Anblick des Geräts direkt verflogen. Mir war nicht bewusst, dass heutzutage wieder Computer-Zubehör im Look der 80er hergestellt wird. Der Korpus Eierschalen-Schlamm-Gelb und die Knöpfe in einer Größe, die selbst meine Oma mit den Worten kommentiert hätte: Meine Fernbedienung hat kleinere Drücker und ich komme wunderbar damit zurecht! Dann denke ich mir, es muss ja keine Schönheit sein. Funktionieren und für meine Zwecke nützlich sein muss er.

Für Interessierte sei hier erwähnt, dass ich mir einen Plustek OpticSlim 1180 Flachbettscanner gegönnt habe, um meine DIN A3 Illustrationen in einem Stück digitalisieren zu können. Natürlich fange ich an zu sabbern, wenn ich an den neusten Epson perfection denke. Womit ich aber sofort wieder aufhöre, wenn ich an den Preis denke. Laut eines Berufseinsteigers ist der Plustek aber gerade für das Scannen von Aquarellen bestens geeignet. Also habe ich ihm eine Chance gegeben.

Das Anschließen der mit gelieferten Kabel war in zwei Minuten erledigt. Aber auch nur, weil ich ordnungsliebender Mensch (höhöhö…räusper) alle Kabel unter dem Schreibtisch hübsch in einer Kiste verschwinden lasse, damit man sie nicht sieht.

Was dann folgte, war ein Drama in mehreren Akten: Im Paket enthalten war eine Treiber-CD mit dem Vermerk „unterstützt bis mac 10.13”. Mein Laptop läuft mit 10.14, was in sofern sowieso irrelevant ist, weil es keine Möglichkeit gibt, eine CD in das Gerät reinzuschieben.

Ein Seufzer der Erleichterung entfleucht mir. Ein Vermerk auf der Betriebsanleitung weist auf eine Internetseite zum Herunterladen des Treibers hin. Und Heureka! dieser Treiber scheint in jedem Fall neuer zu sein. Unterstützt er doch mac Betriebssysteme bis 10.15.

Mit vorfreudigem Kribbeln im Bauch und stolz geschwellter Brust installiere ich die Datei, schalte den Scanner ein - und erhalte die Fehlermeldung: Das Programm kann nicht gestartet werden (-9927). Weiß der Geier, wofür diese Ziffern am Ende immer stehen. Für mich sind sie jedenfalls ein Amüsgöl für meine sarkastische Ader. Schon jetzt weiß ich: was ich auch versuche (anderen Treiber suchen, alternatives Programm sinnfreierweise installieren, mir vorstellen, dass meine bösen Blicke Laser wären, die Scanner und Laptop explodieren lassen, wenn sie nicht auf der Stelle miteinander spielen wollen), es endet damit, dass mich der Lieblingsmann wieder mit zuckersüßem Lächeln ansieht und sagt: Muss ich mich erst wieder hinter dich stellen, damit es klappt?!

Was soll ich sagen. Es war vor vierzehn Jahren schon so und heute natürlich nicht anders.

Er schaut mir über die Schulter, ich mache den Laptop an und mit einem PLING! öffnet sich die miese Verräterin von Scanner-Software.

Der Scanner scannt.

Ich bin erleichtert.

Aber auch total erledigt.

Jetzt erstmal Lavendeltee.

Der beruhigt ja bekanntlich die Nerven.


Welche Erfahrungen ich in den nächsten Tagen mit dem Scanner machen werde und ob er empfehlenswert ist, werde ich hier gerne ergänzen.


Ich hätte Euch noch so viel zu erzählen,

aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Habt noch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

Eure Stephy

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Warum ich das mit dem Schreiben mache? Weil diese Wörter aus mir raus purzeln und es doch irgendjemanden geben muss, der sie auffängt, bevor sie auf den harten Boden der Realität knallen.

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Möchte zum Schluss noch kurz auf die Kommentarfunktion hinweisen, die gerne benutzt werden kann. Mein Künstlerherz würde sich über Anregungen und Lob sehr freuen. Außerdem kann, wer sich gemüßigt fühlt, meinen Künstler-Topf mit einem kleinen Obolus füllen. Er wird regelmäßig geleert. Gerne schreibe ich Euch, zu welchem kreativen Zweck sein Inhalt genutzt wurde.

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